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The grass is always greener…

Warum kaufen wir Kindern eigentlich Spielzeug? Damit sie die Dinge haben, mit denen sie sich beschäftigen können, die ihnen gefallen, die sie vielleicht sogar lieb gewinnen. Zumindest war das bei mir so. Das schönste Kind der Welt ist da ein wenig anders. Wenn unsere Prinzessin mit uns alleine ist, sind ihre Spielsachen ihre Spielsachen. Das heißt, wir dürfen sie nur mit Erlaubnis benutzen. Da legt sie Wert drauf. Wenn jemand bei uns zu Besuch ist, sind ihre Spielsachen immer noch ihre Spielsachen. Sollten wir aber jemanden treffen, der auch eine Puppe, einen Puppenwagen, eine Trinkflasche, eine Tasche, was auch immer dabei hat, sind ihre Spielsachen nur noch die Dinge, die sie nicht mehr will. Sie will dann das, was das andere Kind hat. Nicht ein gleiches, sondern DAS.

Immerhin fragt sie ihr Gegenüber, ob ein Tausch interessant wäre. Sie geht allerdings davon aus, dass diese Frage immer und automatisch mit einem „ja“ beantwortet werden muss. So haben Mama und Papa es ihr beigebracht. Man fragt, und dann darf man. Dass man mal nicht darf, dass jemand mal nicht tauschen möchte, hat in diesem Konzept keinen Platz. Dann landet ihre Puppe im Staub, ihr Fahrrad kann getrost der Papa tragen, ihre tolle rote Sigg-Flasche ist nur mehr Ballast. Sie will das Unerreichbare erreichen, sie will das Gras, das auf der anderen Seite immer grüner ist.

Und sie ist konsequent. Wenn Mama und Papa zuhause sind, ist Papa fürs Blödeln zuständig und Mama fürs Kuscheln. Ist die Mama unterwegs, darf der Papa beim Kuscheln aushelfen. Aber nur so lange, bis wir wieder komplett sind. „Ich hab dich ganz lieb, mein Schatz.“ „Und ich hab die Mama lieb.“ Nur gut, dass sie mich noch nicht in den Staub werfen kann.

 

 

 

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Endlich Rosa

Es ist soweit. Mein schlimmster Alptraum ist wahr. Ich habe lange dagegen angekämpft, aber doch verloren. Das bisher schönste Kind der Welt ist rosa geworden. Wir haben inzwischen rosa Pyjamas, T-Shirts, Pullis, Strumpfhosen und Socken. Dazu sind beide Puppen ganz in rosa gekleidet, eine hat eine rosa Bademantel, die andere sogar knallrosa Haare.

Da endet der Wahnsinn aber noch nicht. Gehen wir zum Bipa, bleibt das Kind todsicher vor einem rosa Regal stehen, in dem Kinder-Kosmetika und Schminke stehen. Ja, so was gibt es wirklich. Gehen wir zum Interspar, steuert sie die Abteilung mit den kleinen roas Ponys und Einhörnern an. An Halloween durfte sie sich als Fee verkleiden, das einzig schreckliche daran war, dass die Fee ganz rosa war. Na gut, es war schon auch ein wenig süß, aber muss man so einen rosa Tüllrock wirklich den ganzen Tag inklusive Einkaufen und Mittagsschlaferl tragen? Eben.

Wie es scheint, ist aus dem Kind nun doch ein richtiges Mädchen geworden. Was rosa ist, muss sie haben. Mit einer Einschränkung. Sie hat uns letztens erklärt, dass der Osterhase doch nicht kommen muss, um die Schnuller zu holen. Dafür pfeift sie sogar auf die rosa Gitarre.

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