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Zu spät

Morgen ist der „Urlaub“ vorbei. „Urlaub“ schreib ich deshalb mit „“, weil ich eigentlich daheim bin und arbeite, aber eben ohne die beste Familie der Welt, die ihrerseits auf Urlaub ist. Ich dachte, ich hätte ebenfalls Urlaub: ausschlafen, fernsehen, ungesunde Sachen essen, solche Sachen eben. Ich hab mich geirrt.

Zuerst standen zwei Tage Nixtun auf dem Programm, das war allerdings recht bald recht fad. Dann habe ich einige Dinge in der Wohnung erledigt, aber nur die Kleinigkeiten. Für die großen Sachen hatte ich noch sooo viel Zeit, das musste ich ja nicht unbedingt jetzt sofort machen. Einmal entschied ich mich spontan für einen Ausflug, dann half ich im schwiegerelterlichen Geschäft aus, dann kamen Freunde zu Besuch, dann bügelte ich, dann musste ich die Buchhaltung machen, dann war was Gutes im Fernsehen und dann… waren die zwei Wochen auf einmal um.

Jetzt packt mich die Panik. Bild nicht aufgehängt, Küche nicht aufgeräumt, Geschenk fürs Kind nicht eingepackt, Kuchen nicht gebacken, nicht ausgeschlafen, nicht eingekauft, Bett nicht überzogen, Wäsche nicht gewaschen, Lampen nicht montiert, zwei Pflanzen auf der Terasse sterben lassen.

Ich werde die Aufmerksamkeit der besten Frau der Welt einfach darauf lenken, wie sehr sie liebe und wie arg ich sie vermisst habe. Vielleicht lenkt sie das ab. Für fünf Minuten.

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Wunsch und Wirklichkeit

Was klingt wie ein Titel von Jane Austen ist in Wahrheit das Dilemma einer knapp Zweijährigen. Das schönste Kind der Welt versucht gerade, sich die Welt, in die es geboren wurde, so hinzubiegen, dass sie einigermaßen passt. Manches geht, anderes weniger. Zum Beispiel die Hose.

Wir wissen nicht, ob es der nahende Sommer ist und das damit verbundene warme Wetter. Vielleicht kaufen wir auch einfach nur uncooles Zeug und beleidigen damit den kleinen aber exquisiten Geschmack. So oder so, am liebsten würde der Nachwuchs derzeit ohne Hose herumlaufen. Und zwar nicht nur zu Hause, sondern grundsätzlich. Was als nettes Geplänkel auf dem Wickeltisch beginnt, endet meist in einer handfesten Raunzerei im Vorzimmer, wenn außer Hose und Schuhen nichts mehr bleibt, was es anzuziehen gäbe. „Ohne Hose!“ Sicher wäre das manchmal schön, es wird sich aber wohl nicht durchsetzen.

Andere Wünsche sind nicht nur nachvollzieh-, sondern auch erfüllbar. „Schokolade“, „großer Löffel“ oder „Spielplatz“, etwa. Unlängst schoss sie etwas übers Ziel hinaus. Beim Frühstück hieß es plötzlich „Müsli sofort!“ Die Wirklichkeit sah enttäuschend anders aus.

Der jüngst geäußerte Wunsch hat uns allerdings ein wenig überrascht. Wir wissen noch nicht, wie wir damit umgehen sollen. Erstens würde die Erfüllung einige Zeit in Anspruch nehmen, zweitens können wir davon ausgehen, dass uns ebendiese Erfüllung irgendwann mal, bei passender Gelegenheit, zum Vorwurf gemacht wird. Als Einzelkind und Mittelpunkt der Welt ist es nur schwer vorstellbar, wie sehr gerade dieser Wunsch ein Leben verändern kann: „Mein Bruder, meine Schwester“.

Schaumer mal, wünschen kann man sich zum Glück ja alles.

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Immer so negativ II

Ich habe letztens über das Zauberwort „nein“ geschrieben. Am Wochenende hat das negativste Kind der Welt mal wirklich richtig ernsthaft ohne Spaß ausprobiert, wie weit man damit kommt.

Das Kind bestellte eine Haube, angeblich war es in der Wohnung kalt. Man reichte das Kleidungsstück, nach einer Minute wars in der Wohnung wieder warm, also wurde die Haube vom Kopf gerissen und an Ort und Stelle zu Boden geworfen.

„Heb bitte die Haube auf.“ – „Nein.“ – „Bitte.“ – „Nein.“ – „Jetzt.“ – „Nein.“ – „Komm schon Schätzchen, heb die Haube auf.“ – „Nein.“ Nach fünf Minuten beschloss ich, dass ausnahmsweise einmal ich gewinnen wollte. „Gut, dann setzt du dich jetzt da auf die Couch, und wenn du die Haube nicht aufhebst, dann bleibst du da sitzen.“ Sie saß. Geduldig. Dann weniger geduldig. Immer wieder versuchte ich es. „Magst jetzt die Haube aufheben?“ – „Nein.“ Sie spielte mit ihren Fingern, sie sang Lieder, die keiner außer ihr kennt. Sie turnte auf den Pölstern, sie lag am Rücken und raunzte. Sie wollte aufstehen. „Heben wir die Haube auf?“ – „Nein“, und stieg freiwillig wieder zurück auf die Couch. Die Haube? Auf keinen Fall.

Ich versuchte einen ehrlichen Kompromiss. Ich hob das Kind auf, trug sie quer durchs Wohnzimmer zur Haube und bat sie, einfach nur zuzugreifen. Dann überraschte sie mich wirklich. Sie legte sich neben der Haube auf den Boden und berührte das Corpus Delicti mit den Fingerspitzen. „Und jetzt gib mir die Haube!“ – „Nein“. Sie blieb hart. Ich auch. Nach einer knappen Stunde schlief das sturste Kind der Welt auf der Couch ein. Die Haube lag immer noch am Boden.

Zwei Stunden später, nach dem Aufwachen. „Süße, die Haube liegt noch da, hebst die bitte auf?“ Sie tut es mit einem Lächeln. Kann mir das mal wer erklären?

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Der Papa wars

Wenn mehrere Menschen in einem Raum sind und einer pupst, dann entsteht eine interessante Situation. Der einzige, der ganz sicher weiß, wer es war, ist der Täter selbst. Wenn er allerdings schlau ist, wird er den Teufel tun, sich als dieser zu erkennen zu geben, sondern sich so unauffällig wie möglich verhalten. Er wird den Pups nicht als erster bemerken oder gar kommentieren, das wäre verdächtig. Lieber warten, bis jemand anderer die Nase rümpft und ein amüsantes Kommentar abgibt. Erst dann wird er darauf einsteigen: Entweder ist ihm bisher noch gar nix aufgefallen. Oder er lächelt schelmisch und bemerkt, dass derjenige, der den Pups als erster bemerkt, meist auch der Täter ist. Dann werden alle lachen und den Rest des Abends in gegenseitigem Misstrauen verbringen.

Wenn nur zwei Menschen in einem Raum sind und einer pupst, liegt die Sache völlig offen. Jeder weiß sofort, wer es war, leugnen ist zwecklos. Es gibt nur die Flucht nach vorne, das Bekenntnis, die Entschuldigung und den Verweis auf die Tatsache, dass jeder schon mal gepupst hat, vermutlich sogar Dschungelprinzessin Larissa. (Aber nicht in Klagenfurt, dort macht man so was nicht.)

Das schönste Kind der Welt hat heute früh einen anderen Weg gewählt. Vater und Tochter saßen bei Müsli und Kaffe am Frühstückstisch und schwiegen sich verschlafen an. Plötzlich ein Geräusch, das ganz eindeutig nicht von meinem Sessel kam. Ich: „Ja, was war das denn?“ Sie: „Puh.“ Ich: „Wer hat denn da gepupst?“ Sie: „Papa.“ So voller Überzeugung, dass ich mir einen Moment lang unsicher war.

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Kino

Gestern ist etwas passiert, was schon lange nicht mehr passiert ist. Die beste Frau der Welt und ichselbst waren im Kino. Zum ersten Mal seit der Geburt unserer Kleinen, also zum ersten Mal seit mehr als 1 1/2 Jahren. Dementsprechend groß war die Aufregung.

In der Vorbereitung: Wo ist denn das nächste Kino? Wie kommen wir denn da hin? Wo parken wir denn da? Wie viel vorher müssen wir dort sein, damit wir noch Karten kriegen?

Im Foyer: Wo sind denn die Kassen? Hinter der langen Schlange. Kann man hier mit Bankomat zahlen? Raus aus der Schlange, Bankomat suchen. Da sind wir wieder, wir hatten doch genug Bares. Dritte Reihe? Da will ich aber nicht… ach, sie zählen das von hinten? Seit wann denn das?

An der Snack-Theke: Schau, schon wieder eine Schlange. Kann man hier mit Bankomat zahlen? Verdammt, wieder raus aus der Schlange. Ups, wieder Fehlalarm, wir hatten immer noch genug Bares. Haha. Nein, das können sie jetzt nicht verstehen, junger Mann, wir hatten vorher an der Karten-Kasse schon mal so ein lustiges, ach die anderen warten, na dann beeilen wir uns. Sagen sie mal, was sind denn „Nachos“ genau? Braucht irgendjemand wirklich so viel Cola? Da muss man doch sicher mindestens einmal aufs Klo. Na gut, einmal „Nachos“. So viel? Spinnen die, das hat doch nie… ?!?!

Im Saal: Willst du da? Dann kann ich… also wie du willst. Nein, wie DU willst. Mir ist es wirklich egal. Also so. Sicher? Bin schon ruhig. Gib mal die Jacke. Halt aber vorher das da, und jetzt ich mit den Nachos, hast du da jetzt eines verloren? So jetzt gehts. Handy weg. Schlüssel weg. Handy wieder her, lautlos schalten. Nachos in der einen Hand, Cola in der anderen – schau mal, die haben jetzt sogar schon Becherhalter! Im Kino! Wahnsinn. Der Film geht los. Ui, die Nachos sind aber laut.

Und rundherum lauter  junge Menschen, die uns entgeistert anschauen. Wartet, bis Ihr Kinder kriegt!

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Wiener Wind

Ich habe einen neuen Arbeitsplatz und zur Erreichung desselben das Fahrrad als neues Verkehrsmittel auserkoren. 15 Minuten von Tür zu Tür, knappe 10 km sechs Mal die Woche. Mein ökologischer Fußabdruck schrumpft schlagartig auf Schuhgröße 23, ich trainiere nebenbei und spare Geld, das ich sonst den Wiener Linien in den Rachen werfen müsste. Eine Wien-Wien-Situation, wie ein weiser Mann einmal gesagt hat. Aber leider ist es mehr eine Wind-Wind-Situation.

Jetzt muss man sich als Radfahrer ganz grundsätzlich mit Wind abfinden. Je schneller man fährt, desto stärker der Wind, gegen die Physik kann man nix machen. Zum Fahrtwind kommt in Wien aber noch der Wiener Wind. Der ist im Prinzip gleich wie der Wind anderswo auch, mit einem feinen Unterschied. Er kommt immer von vorne.

Ich hätte nicht gedacht, dass das möglich ist. Soweit ich die Physik verstanden habe, müsste der Wind, wenn er von A nach B weht, eine eindeutig bestimmbare Richtung verfolgen. Man müsste also die dem Wind zu- und dem Wind abgewandte Seite bestimmen können und sich entsprechend verhalten. Dem Wiener Wind scheint die Physik allerdings Wurscht zu sein. Ich fahre nach A, der Wind kommt von vorne. Gut, denk ich mir, dann dreh ich um und fahre nach B und was macht der Wind? Er kommt von vorne. Ich sehe Regenschirme und Zeitungen an mir vorüberziehen, Fahnen stehen stramm, kleine Hunde verbeißen sich verzweifelt in Brückengeländer. Und alle tun das in die andere Richtung.

Entweder der Wind hat was gegen mich persönlich oder die Wiener Luft ist einfach dicker als anderswo und man radelt wie durch unsichtbares Wasser. So oder so – mir bleibt nur kindliches Staunen. Mit geschlossenem Mund, ich muss möglichst wenig Widerstand bieten.

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FeigMann

Da heirate ich also einige Monate vor der Nationalratswahl in der Steiermark und just fünf Minuten, bevor die Braut erscheinen soll, sagt mir mein Trauzeuge, dass vorn im Lokal der Bundeskanzler zu Mittag sitzt.

Ein kalter Schauer läuft mir den Rücken runter. Der wird sicher im Wahlkampffieber sein. Dann wird er sicher Stimmen fangen wollen. Der kriegt sicher mit, dass wir da heute heiraten und dann wird er sicher herkommen und sich bemüßigt fühlen, mit dem glücklichen Paar zu reden, uns Nichtrauchern ein paar rote Feuerzeuge zu schenken und unseren besonderen Tag durch ein gemeinsames Foto noch ein wenig besonderer zu machen.

Wie sagt man dem Bundeskanzler, dass es sich um eine private Veranstaltung handelt und er hier aber wirklich nichts zu suchen hat? Wie entkommt man dem Foto, das den ewig gleich grinsenden Faymann mit zwei verkrampften Brautleuten zeigt? Ein Albtraum zeichnete sich ab.

Und zerplatzte im Nichts. Der Bundeskanzler verschwand, ohne unser perfektes Fest zu stören. Und ohne uns eines Blickes, geschweige denn eines Feuerzeuges zu würdigen.

Ich weiß noch nicht, was mich mehr stört. Die Aussicht auf ein Bild mit Faymann oder die Tatsache, dass er es trotz Stimmenfang nicht einmal versucht hat.

PS: Ich bin wieder da.

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Wir sind die Welt

Wir haben uns hier mal übers Warten unterhalten. Ich habe festgestellt, dass das Warten an sich für nix ist. Also wirklich für gar nix. Weil das Warten durch nichts erträglicher gemacht werden kann. Am wenigsten durch Warteschleifen.

Erfunden wurde die Warteschleife bekanntlich auf einer Tagung von Beamten, Telefonisten bei einer Beschwerdehotline und  Sachbearbeitern in einer Hausverwaltung. Sie alle brachten tagtäglich Anrufer zur Weißglut, und zwar nur mit ihrer patentierten Mischung aus Arroganz und Inkompetenz. Damit hatten sie eine Zeit lang recht viel Spaß, doch dann wollten sie mehr. Sie beschlossen, die Anrufer zuerst noch in Sicherheit zu wiegen, um dann umso überraschender und härter zuschlagen zu können. „Mozart? Das ist ja nett. So nette Menschen dort. Wird sicher ein nettes Gespräch.“ Die Ruhe vor dem Sturm. Das Atemholen der Götter.

Jetzt muss man sagen, dass das an sich eine gute Idee ist. Sogar mit dem Wissen, dass es sich nur um ein perfides Ablenkungsmanöver handelt, ist Mozart angenehmer als „Bitte Warten. Bitte Warten…“ Wenn es denn nur bei Mozart geblieben wäre. Inzwischen hören wir chinesische Volkslieder aus der Bontempi-Orgel, Klavier-Interpretationen aktueller Hits, Radio Burgenland, das „Best of-Album“ von Howard Carpendale oder den Fahrstuhl-Klassiker „Girl from Ipanema“.

Und die Wiener Gebietskrankenkasse hat sogar noch eines draufgesetzt. Die spielen „We are the World“ – als Querflötensolo.

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Lebens-Lüge

Wir haben an dieser Stelle schon über die Weihnachtslüge gesprochen. Die Österreicher lügen aber auch, wenn gerade kein hoher kirchlicher Feiertag ansteht. Obwohl „lügen“ ein hartes Wort ist. Wie es ein geniales österreichisches Kabarettduo einmal ausgedrückt hat: „Wir Österreicher lügen nicht. Wir re-interpretieren nur die Wahrheit kreativ ein bisserl neu.“

Neulich in der Trafik. Nach mir betritt eine Dame den kleinen Raum, vielmehr quält sie sich durch die Türe, behindert von ihrem Gehstock, dem Schneefall, dem dicken Pelzmantel und – sagen wir es, wie es ist – ihrem biblischen Alter. Der Trafikant schaut die Dame kurz an und meint: „S’Gott, junge Frau, was kann i fia Ihna tuan?“ Lüge? Oder nur neu interpretierte Wahrheit? Ich tendiere hier zur glatten Lüge. Sicher, auch diese Greisin war eines Tages eine junge Frau. Allerdings zu einer Zeit, als den Eltern des charmanten Trafikanten noch vom Inhalt ihrer Schultüte schlecht war. In diesem Fall noch von Höflichkeit zu sprechen wäre so, als ob wir den zurückgetretenen Papst Benedikt als Nachwuchshoffnung der katholischen Kirche vermissten.

Und wie wäre es mit Ehrlichkeit? Man kommt nicht weit mit Ehrlichkeit. „Sie leben auch noch?“ ist keine echte Option. Genauso wenig wie: „Ich glaub, das ist gar kein Rindfleisch.“, „Frank, Du redest nur Blödsinn, ich geh zurück zu den Orangen.“ oder „Burschen, als Telekom sollten wir uns schon ein bissi ans Gesetz halten, findet’s nicht?“
Ehrlichkeit ist einfach schlecht fürs Geschäft.

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Mit Tusch!

Ich mag den Fasching nicht. Obwohl ich nicht einmal weiß, was ich gegen den Fasching habe. Naja, zumindest nix wirksames. Ta-Taaa! Tusch! Lei Lei!

Der Fasching ist eine eigenartige Zeit. Man muss sich vor anderen Leuten möglichst blöd aufführen, damit die einen mögen. Wie im kommenden Wahlkampf. Ta-Taaa! Tusch! Lei Lei!
Nein im Ernst. Der Fasching hat eine wichtige Funktion in der Gesellschaft. Was man von Bundeskanzler Faymann nicht behaupten kann. Ta-Taaa! Tusch! Lei Lei!
Der Bundeskanzler hat sich übrigens heuer ganz super verkleidet, obwohl er sich schwer tut mit dem Kostüm, weil es ihm gar so fremd ist. Er geht als jemand, der was zu sagen hat. Ta-Taaa! Tusch! Lei Lei!
Aber sind wir nicht so schiach zum Bundeskanzler. Er kann ja nix dafür, dass er so ein ganz spezielles Charisma hat. Manche sind halt so, andere so. Mit dem Unterschied, dass andere Leute mit so einem Charisma nicht in die Politik gehen, sondern Anästhesisten bleiben. Ta-Taaa! Tusch! Lei Lei!

Wir wollten über den Fasching reden! Schade, dass er aus ist. Aber die Fastenzeit hat auch ihre guten Seiten. Nehmen wir den Frank Stronach, der muss uns jetzt endlich sagen, was er wirklich vorhat. Weil – was er bis jetzt gesagt hat, war sicher alles ein Faschingsscherz, das kann er unmöglich ernst gemeint haben. Ta-Taaa! Tusch! Lei Lei!

Wo wir gerade bei alten Männern sind. Jetzt ist auch noch der Papst zurückgetreten! Das ist der Unterschied zwischen Rom und Wien. Gott nimmt einen Rücktritt an, die ÖVP nicht. Ta-Taaa! Tusch! Lei Lei!
Was Rücktritte angeht, sind wir in Österreich ja nicht sehr verwöhnt. Dabei sollte uns der Papst allen ein Vorbild sein. Es kann auch einmal genug sein, liebe Claudia Stöckl! Ta-Taaa! Tusch! Lei Lei!

(Eine Marschkapelle zieht ein, flankiert von Gardemädchen, alle im Saal stehen auf, gießen sich ein Glas Bowle über den Kopf und tanzen Gangnam Style, der Prinz wirft die Prinzessin in die Luft, sie schlägt hart auf der Gel-Frisur von HC Strache auf, alle lachen herzlich, und Andi und Alex kredenzen ihre Müsli-Mango-Krapfen, weil ein bissi verrückt darf es schon sein im Fasching. Der Ö3-Wecker überträgt live, Robert K. lacht: „Haha äää haha äääh…“)

Wie gesagt: Ich weiß wirklich nicht, was ich gegen den Fasching habe.

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