Archiv für den Monat März 2013

Zeit

12:30. Gestern Auftritt. Heute Auftritt. Dazwischen vor allem eines: Zeit.

12:32. Da sitzt man jetzt also auf einem leidlich bequemen Sofa in einem Hotel und wartet. Darauf, dass das flaue Gefühl im Magen vergeht, darauf, dass man eine Idee hat, was man mit dem Nachmittag anfangen könnte und vor allem darauf, das die Zeit vergeht.

12:34. Wenn ich keine Zeit habe, werde ich meist ein wenig unrund, aber ich funktioniere. Ich schaffe es, eine Sache nach der anderen zu erledigen, ich werde effizient.

12:36. Jetzt isses anders. Jetzt habe ich mehr Zeit als mir lieb ist und merke: Effizienz führt nirgendwo hin.

12:37. Funktionieren ebenso wenig. Was in dieser Situation gefragt ist, ist Entspannung. Oder Muße. Oder die Fähigkeit, einfach mal ruhigen Gewissens nichts zu tun und das auch noch zu genießen. Also genieße ich jetzt.

12:39. Ich kann das nicht genießen. Weil ich weiß, dass ich einige Dinge zu tun hätte, für die ich aber allesamt zu müde bin. Außerdem ist das flaue Gefühl im Magen noch immer da.

12:41. Wenigstens kann ich jetzt in Ruhe schreiben.

12:42 Beim Schreiben vergeht die Zeit immer gut. Ich hab mit diesem Text immerhin schon Zeit totgeschlagen, um genau zu sein…

12:43. 13 Minuten. Na geh.

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Spazieren ist doch super

Was ist nicht alles passiert! Papst weg, Darabos weg, Dörfler weg, Scheuch weg, Frühling kommt, nur Pröll bleibt. Dann heißt es auf einmal, dass Ludeln auf der Autobahn bald was kosten soll, dass Kate ein Mädchen kriegt, dass Stronach doch nur Mist redet, dass das berühmteste Pferd der Welt sich beim Sex verletzt hat, dass Heimarbeit doch nicht so toll ist und dass der Frühling doch nicht bleibt.

Ganz viele Sachen, über die man schreiben könnte! Und was mache ich? Ich gehe spazieren. Ich habe an dieser Stelle schon einmal angemerkt, dass ich früher nicht besonders gerne spazieren gegangen bin. Inzwischen bin ich ein richtiger Fan.
Weil warum: Die beste Freundin der Welt sehr krank. Das schönste Kind der Welt nur wenig weniger krank. Beide husten und rotzen mich andauernd voll, während ich das Frühstück, die Wäsche und das Bett mache, einkaufe, spiele, füttere, schlafen lege, wieder spiele, in die Apotheke laufe und zur späten Stunde endlich vor dem Fernseher einschlafen darf.

Nachdem ich dann mal vier Stunden am Stück am Wohnzimmerboden gekniet bin und mich ausschließlich darauf konzentriert habe, dass das wackeligste Kind der Welt in die richtige Richtung umfällt, war der Spaziergang ein Gang in den Himmel.
Spazieren ist also doch super.

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